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Grabungsdokumentation

Das oberste Ziel des Denkmalschutzes ist der Erhalt archäologischer Fundstellen. Dies ist nicht immer möglich, weil aktuelle Baumaßnahmen einen Bodeneingriff erforderlich machen. In diesem Fall findet vor Beginn der Baumaßnahme eine archäologische Ausgrabung statt. Sie soll die historischen und vorgeschichtlichen Befunde so gut wie möglich in Beschreibung, Fotos und Zeichnungen für die Nachwelt dokumentieren und die vorhandenen Gegenstände fachgerecht bergen. Archäologische Ausgrabungen bedeuten aber auch immer gleichsam die Zerstörung des archäologischen Befundes, der ausgegraben wird. Darum finden Ausgrabungen nur dann statt, wenn eine Fundstelle unmittelbar bedroht ist. Für die Durchführung ist das Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) zuständig. Ziel ist es, den Informationsgehalt für die weitere Erforschung zu bewahren, auch wenn der eigentliche Befund zerstört ist.

Sondagegrabung am Tanzberg bei Prositz. A. Kinne, Foto ©LfA 2008.

Nach Abschluss der Grabung kommen die Dokumente mitsamt einem Bericht der Grabungsleitung in das Referat 31, der Inventarisation, wo sie erfasst und systematisch eingeordnet werden. Dort wird die Grabungsdokumentation für weitere Auswertungen oder Publikationen als Quellenmaterial aufbewahrt und steht zur wissenschaftlichen Arbeit zur Verfügung.

Für ArchaeoSN ist die Grabungsdokumentation eine wichtige Informationsquelle, vor allem für Fundstellen, von denen bislang noch keine abschließende Publikation veröffentlicht wurde. Doch ganz davon abgesehen sind auch sehr anschauliche Grabungspläne und Befundzeichnungen in der Dokumentation vorhanden, die auf ArchaeoSN gezeigt werden können.

Grabungsdokumente und Pläne. GTK Photography ©LfA 2012.
Ordner mt Grabungsdokumenten. R. Heynowski, Ausgrabungen in Sachsen 2, 172, Abb. 9 ©LfA 2010.
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