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Forschungschronik
Vor- und Hauptburg
Wald schützt Denkmal
Kulturlandschaftswandel im 19. Jh.
Schleichende Zerstörung
Ehrenamtliches Engagement
Scheitern des Flächentauschs
Nutzungsintensivierung nach 1970
Der Hauptwall schrumpft
Größer als gedacht
Verflachte Wälle
Geomagnetische Messungen
Die Summe aus Luftbild und Geomagnetik
Sondage 2009
Funde des Mittelneolithikums
Befunde von der Jungsteinzeit bis ins Frühmittelalter
Ein frühmittelalterliches Grubenhaus
Frühmittelalterliche Keramik und Knochengeräte
Brandspuren auf dem Wallrücken
Schlusssteinlegung
Ökopunktefläche
Landwirtschaftliche Nutzung, Natur- und Denkmalschutz im Einklang

Burgberg Zschaitz

Place: Zschaitz (Zschaitz-Ottewig, Mittelsachsen)
Type: Befestigte Anlage
Dating: Gaterlebener Kultur | Lausitzer Kultur | Billendorfer Gruppe | 4500 - 4250 v. Chr. | 1200 - 500 v. Chr. | 800 - 1200 n. Chr.

Description

Wo in einer Altsiedellandschaft das Schutzbedürfnis des vorgeschichtlichen Menschen auf günstige topographische Gegebenheiten traf, wurden Befestigungen angelegt. Das Steilufer auf der Ostseite des oberen Jahnatals dürfte schon während der Elstereiszeit entstanden sein, als sich die Freiberger Mulde bzw. Zschopau („Riesaer Muldelauf“) vom Erzgebirge her ihren Flusslauf nach Norden bahnte. Aus der heutigen Niederung führen kurze Kerbtäler und mehrere Kilometer lange kleine Fließgewässer wie der Schweimnitz Bach oder Birmenitzer Dorfbach nach Osten, die sich tief in die Lößplatten eingeschnitten haben und die westlichen Plateauränder in viele Riedel und Sporne gliedern. Über der Ortslage von Zschaitz erhebt sich ein besonders markanter Bergsporn, der im Süden und Westen von der oberen Jahna umflossen wird. Auf drei Seiten boten Steilhänge, die heute durch Porphyrsteinbrüche teilweise stark verändert sind, einen natürlichen Schutz.

Michael Strobel

Forschungschronik

Um 1800
Im Freiberger Meilenblatt sind „Der Burgberg“ und „die Schanze“ bereits verzeichnet.
1. Hälfte 19. Jh.
Umwandlung von Wald in Ackerland; Beginn der Quarzporphyrgewinnung.
19. Februar 1929
Ortsbegehung durch den Archäologen Werner Radig (1903–1985) und Aufnahme in die „Burgwallkartei“.
1931
Der Burgberg Zschaitz wird als „Gana“ in der Literatur diskutiert.
18. April 1935
Eintragung in die Denkmalliste.
1939
Flächenerwerb und Nutzungsänderungen scheitern 1951
Der Burgberg wird exakt vermessen.
Sommer 2009
Durchführung einer Sondage im Bereich der Hauptburg.
Herbst 2009
Geomagnetische Messungen geben Einblicke in Bebauung und Befestigung.
2012
Bauvorbereitende Untersuchungen auf dem Rücken des Hauptwalls.
2012
Die Schlusssteinlegung auf dem Steinriegel bildet den Abschluss der Flächenumwandlung in Dauergrünland als Ökopunktefläche.
Michael Strobel

Image Source Foto ©LfA 2024.

Vor- und Hauptburg

Lediglich im Osten, wo der Sporn in die Hochfläche übergeht, bedurfte es einer künstlichen Befestigung. An einer 80 m breiten geomorphologischen Engstelle wird das schmale Spornende („Hauptburg“) von einem inneren Abschnittswall abgeriegelt, dem ein Graben vorgelagert war. Auch der in Teilen erhaltene, geradlinig geführte Vorwall, der ein ausgedehntes Vorburggelände abschirmt, nimmt auf ein markantes Kerbtal Bezug, das auf die Hochfläche hinaufführt und in dem ebenfalls Porphyr gebrochen worden sein dürfte. Ein bequemer Zugang darf am ehesten hier vermutet werden.

Michael Strobel

Image Source DGM ©LfA/GeoSN 2020.

Wald schützt Denkmal

Schon den kursächsischen Geodäten müssen Anfang des 19. Jh. im Wald die beiden Wälle aufgefallen sein. Im sächsischen Meilenblatt („Freiberger Exemplar“) ist der Sporn als „Der Burgberg“ verzeichnet; der Außenwall wird „die Schanze“ genannt. Seitdem taucht die Ortsbezeichnung „Burgberg“ bis heute zwar nicht durchgängig, aber immer wieder in den Messtischblättern auf.

Michael Strobel

Image Source Bromme u.a. 2010, 21 oben.

Kulturlandschaftswandel im 19. Jh.

Wie tiefgreifend sich die Kulturlandschaft im Laufe der ersten Hälfte des 19.Jh. verändert hat, zeigt eine Karte aus dem Jahr 1869: Während das Plateau in der Zwischenzeit gerodet worden war, wurde auf der felsigen Südseite bereits der Quarzporphyr in Steinbrüchen abgebaut. Die Umwandlung von Wald in Ackerland hatte vor allem für den Hauptwall erhebliche Folgen. Die fortgesetzte tiefgreifende Bodenbearbeitung sollte noch erhebliche Schäden an dem Bauwerk anrichten. Lediglich der Vorwall entging größtenteils der Flurbereinigung, weil hier seit jeher die Grenze zwischen den Gemarkungen Zschaitz und Lüttewitz verläuft.

Michael Strobel

Image Source Karte von Leisnig bis Siebenlehn 1869, 1:100000 ©SLUB.

Schleichende Zerstörung

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass bei der Feldbestellung immer wieder Funde zutage kamen. Besonders groß waren aber die Schäden am Außenwall, der vor allem auf der Westseite regelmäßig „angepflügt“ wurde. Da es im Laufe der 1930er Jahre nie gelang, der fortscheitenden Zerstörung durch einen Flächenerwerb zu begegnen, dürfen schon wallparallele Pufferstreifen als erste Schutzmaßnahmen gewertet werden.

Michael Strobel

Image Source OA 29940, 191, Foto vom Vorwall ©LfA 1966.

Ehrenamtliches Engagement

Besonders hervorzuheben ist das Engagement des Döbelner Lehrers und Vertrauensmannes für Bodenaltertümer, Reinhold Herrmann (1886–1953), der sich in Verbindung mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz sowie dem Dresdner Landesarchäologen Georg Bierbaum (1889–1953) jahrelang vergeblich um eine Umnutzung bemühte. Die Vollzugsdefizite im Denkmalschutz durch ehrenamtliches Engagement auszugleichen, stieß allenthalben an enge Grenzen.

Michael Strobel

Image Source OA 29940, 140, Brief ©LfA 1938.

Scheitern des Flächentauschs

Ein Flächentausch scheiterte kurz vor Kriegsausbruch an der Weigerung der überwiegend am Fuße des Burgberges ansässigen Eigentümer, ihre kleinen Feldstücke gegen angeblich minderwertige Ersatzflächen herzugeben. Als „Häusler“ und Nebenerwerbslandwirte wollten sie weder auf eine ortsnahe Selbstversorgung verzichten noch ihre emotionalen Bindungen an „Scholle“ und „Vorfahren“ aufgeben. Weit über die Bodenreform hinaus, noch Anfang der 1970er-Jahre waren Haupt- und Vorburg kleinteilig parzelliert, bis auch der Bergsporn im Zuge der Komplexmelioration in einem Großschlag aufging.

Michael Strobel

Image Source Bromme u.a. 2010, 21 unten.

Nutzungsintensivierung nach 1970

Unter dieser Intensivierung der ackerbaulichen Nutzung am meisten gelitten hat sicherlich der heute etwa 4 m hohe Hauptwall. Während sich nämlich die Wallsilhouette zwischen 1929 (oben) und 1966 (mitte) kaum merklich verändert zu haben scheint, sind bis 2010 (unten) vor allem an den beiden Enden erhebliche Verluste zu beklagen, die einerseits auf technikbedingte Materialverlagerungen, andererseits sogar auf Abgrabungen zurückgeführt werden müssen.

Michael Strobel

Image Source M. Strobel, Fotokollage ©LfA 1929, 1966 u. 2003.

Der Hauptwall schrumpft

Da 1951 vom Burgberg ein Höhenplan aufgenommen wurde, lassen sich die Verluste durch einen Vergleich mit aktuellen Höhenmodellen (2008) genauer beziffern: Im Bereich der Wallkrone sind zwischen 1951 und 2008 etwa 0,6 m verloren gegangen. Solange die schmalen Parzellenstreifen parallel zu den Wällen und quer zur Hochfläche bearbeitet wurden, dürfte die Verschleppung von Material begrenzt gewesen sein. Erst der Wechsel der Bearbeitungsrichtung beschleunigte die schleichende Einebnung. Der Wallkörper wurde mit der Zeit immer weiter in die Breite gezogen. Dass die Bodenbearbeitung bereits tief in die Wallkonstruktion eingriff, zeigen regelmäßig ausgepflügte Kalksteinplatten, Rotlehmbrocken und Holzkohlestücke.

Michael Strobel

Image Source M. Strobel, Foto/Bearbeitung ©LfA 2009.

Größer als gedacht

Das tatsächliche Ausmaß der Befestigung auf dem Plateau war bis in die 1990er Jahre nicht bekannt. Luftbilder haben unseren Kenntnisstand erheblich erweitert. So verraten sich als dunkelgrüne Streifen im Getreide nicht nur mehrere Gräben, die bogenförmig das Vorburgareal durchziehen, sondern auch mutmaßliche Mauerschalen und Konstruktionselemente, die sich im Hauptwall verbergen. Es ist unwahrscheinlich, dass das tief gestaffelte, mehrteilige Befestigungssystem in einem Zuge errichtet wurde, vielmehr ist von mehreren Ausbauphasen auszugehen.

Michael Strobel

Image Source R. Heynowski, Foto ©LfA 2003.

Verflachte Wälle

Dafür spricht auch die Beobachtung, dass die Vorburg von mindestens zwei Wällen durchzogen wird, die sich nur noch als leichte Bodenwellen in den Fahrzeugspuren zu erkennen geben. Sie waren vermutlich nie besonders hoch und schon im Wald um 1800 weitgehend eingeebnet. Auch im aktuellen Geländemodell ist der jeweilige Wallverlauf allenfalls zu ahnen.

Michael Strobel

Image Source M. Strobel, Foto ©LfA 2010.

Geomagnetische Messungen

Um nähere Aufschlüsse über Baustrukturen im Haupt- und Vorburgbereich sowie in den Wällen zu gewinnen, wurden 2009 geomagnetische Messungen durchgeführt, die insbesondere den Verlauf der Gräben im Vorburggelände bestätigten. Ein breiter und vermutlich sehr tiefer Graben vor dem Hauptwall wird unter erodierten Ablagerungen nur schemenhaft sichtbar. Der vorgeschaltete Doppelgraben lässt sich auf Luftbildern ebenso von Norden nach Süden verfolgen wie ein vierter Graben, der mit einem leichten Knick an der Plateaukante im Norden ansetzt. Wie weitere Segmente im Übergangsbereich zum Vorwall einzuschätzen sind, muss derzeit offenbleiben. Dessen eingeebnete lineare Fortsetzung lässt sich immerhin in Richtung Norden als schwache Anomalie nachweisen. Zahlreiche Polygonstrukturen schließlich dürfen als eiszeitliche Frostspalten angesprochen werden.

Michael Strobel

Image Source Bens u.a. 2012, Abb. 4.

Die Summe aus Luftbild und Geomagnetik

Der Kern der Wallkonstruktion scheint aus einem etwa 8 m breiten, zweischaligen Mauerwerk zu bestehen. Nur massive Mauern aus Stein oder verbranntem Holz können so starke Magnetanomalien hervorrufen. Zahlreiche Plattendolomitbruchstücke sprechen für Trockenmauern, die die Außen- und Innenfront des Bauwerks bildeten und von waagrechten, später verbrannten Holzankern zusammengehalten wurden. Die Zwischenräume der Kastenkonstruktion waren mit Steinen und Erdmaterial gefüllt. Auf der Südseite scheint sich ein Zugangsbereich befunden zu haben. Im Westen zeichnet sich eine dritte stark magnetisierte Zone ab, bei der es sich um eine weitere Mauer oder um mächtige Brandlehmpackungen handeln könnte.

Michael Strobel

Image Source Bromme u.a. 2010, Umschlaginnenseite.

Sondage 2009

Während das Vorburgareal zwischen den zahlreichen Befestigungselementen nicht mehr viel Platz für eine Bebauung bietet, häufen sich in der Hauptburg Magnetanomalien, die auf Gruben hinweisen. Im Sommer 2009 bestand die Gelegenheit, der Zeitstellung und Erhaltung dieser Strukturen auf den Grund zu gehen. Pflugspuren unterstreichen die Tiefe und Intensität der Bodenbearbeitung, die auch die archäologischen Befunde stark in Mitleidenschaft gezogen hat. Je näher die Baustrukturen am Wall liegen, desto besser ist ihr Erhaltungszustand unter dem Schutz des verlagerten Erdmaterials.

Michael Strobel

Image Source Foto ©LfA 2009.

Funde des Mittelneolithikums

Eine große Überraschung stellen Funde aus der frühen mittleren Jungsteinzeit dar (4500–4250 v. Chr.) dar. Die Keramik ist ebenso typisch für die Gaterlebener Kultur wie das Bruchstück einer Axt und Feuersteingeräte. Um 4500 v. Chr. begann die bäuerliche Bevölkerung zum ersten Mal, sich in Schutzlagen niederzulassen. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Plateau damals bereits befestigt war.

Michael Strobel

Image Source U. Wohmann, Foto ©LfA 2010.

Befunde von der Jungsteinzeit bis ins Frühmittelalter

Es vergingen nach dieser ersten Phase mehr als zwei Jahrtausende, bis das Plateau rund 1000 v. Chr. erneut besiedelt wurde. Diese Phase, in die zahlreiche Befunde datiert werden können, dauerte bis in die ältere Vorrömische Eisenzeit um etwa 600 v. Chr. Eine Befestigung darf im mächtigen Corpus des Hauptwalls vermutet werden. Ein Tontrinkhorn, das sonst vor allem zur gehobenen Ausstattung von Gräbern gehört, mag als leiser Hinweis auf die Bedeutung der Burg gewertet werden.

Michael Strobel

Image Source Bens u.a. 2012, Abb. 5.

Ein frühmittelalterliches Grubenhaus

Die frühmittelalterliche, zweischalige Wehrmauer dürfte also ihrerseits auf der Ruine eines vorgeschichtlichen Bauwerks errichtet worden sein. Warum 2009 in dem Grabungsschnitt so wenige frühmittelalterliche Befunde anzutreffen waren, entzieht sich vorläufig ebenso einer Erklärung wie die auffällige Konzentration in Wallnähe. Ein Grubenhaus ist durch die typische dunkle Füllung charakterisiert, in die zahlreiche Abfälle wie verbrannte Steine, Lehm, Holzkohle und Knochen eingebettet waren. Auf die Dichte und Organisation der frühmittelalterlichen Innenbebauung wird man aus diesen Indizien vorläufig keine näheren Schlüsse ziehen können.

Michael Strobel

Image Source Foto ©LfA 2009.

Frühmittelalterliche Keramik und Knochengeräte

Die Erhaltung von Knochen und Knochengeräten beschränkt sich auf die frühmittelalterlichen Befunde. Im verzierten Scherbenmaterial sind zahlreiche Beispiele vertreten, die in das 10. Jh. n. Chr. datiert werden müssen. Wann genau innerhalb einer größeren Datierungsspanne die Burg zerstört oder aufgegeben wurde, lässt sich mit archäologischen Methoden allein jedoch nicht beantworten.

Michael Strobel

Image Source U. Wohmann, Foto ©LfA 2010.

Brandspuren auf dem Wallrücken

So verführerisch es sein mag, die Spuren eines massiven Schadensfeuers, die 2012 direkt unter der Grasnarbe zum Vorschein kamen, mit einem historischen Ereignis in Zusammenhang zu bringen, so wenig müssen hier die Heerscharen von König Heinrich I. im Winter 928/929 n. Chr. am Werk gewesen sein. Auch eine spätere Zerstörung lässt sich nicht ausschließen Die oberflächennahe Freilegung diente der Vorbereitung für den Bau eines zweischaligen Steinriegels aus Plattendolomit, der die Mauerkonstruktion veranschaulichen soll.

Michael Strobel

Image Source A. Kinne, Foto ©LfA 2012.

Schlusssteinlegung

Nachdem Plateau und Wälle jahrzehntelang der Zerstörung durch eine intensive ackerbauliche Nutzung ausgesetzt waren, ließ insbesondere die schlechte Erhaltung der Befunde im Hauptburgbereich für die Zukunft Schlimmes befürchten. Es ist dem Zusammenwirken von Eigentümern, Bewirtschafter (Agrar AG Ostrau), Kommune, Flurneuordnungs- und Naturschutzbehörden und Ortschronisten, insbesondere jedoch der damaligen Sächsischen Landsiedlung GmbH (Ökoflächenagentur, heute Ökoflächenagentur Sachsen beim Zentralen Flächenmanagement des Staatsbetrieb Sächsischen Immobilien- und Baumanagement) zu verdanken, dass das archäologische Kulturdenkmal im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens als Ökokontofläche seit 2012 dauerhaft geschützt ist.

Michael Strobel

Image Source A. Thomsen, Foto ©LfA 2012.

Ökopunktefläche

Da das Plateau als trockener und magerer Standort ein hohes Biotopentwicklungspotential besitzt, wurde es durch Ansaat in eine artenreiche, extensiv genutzte Dauergrünlandfläche umgewandelt und zusätzlich durch Baum- bzw. Heckenpflanzungen aufgewertet. Ein „Lesesteinriegel“ aus Ostrauer Plattendolomit nimmt den Verlauf der Außen- und Innenfront im Hauptwall auf und gibt eine Vorstellung von der monumentalen Abschnittsbefestigung. Zudem bietet er einen wichtigen und selten gewordenen Lebensraum für eine Vielzahl wärmeliebender Tier- und Pflanzenarten wie Schlangen, Eidechsen, Wildbienen, und Flechten.

Michael Strobel

Image Source Bens u.a. 2012, Abb. 9.

Landwirtschaftliche Nutzung, Natur- und Denkmalschutz im Einklang

Um den Verlauf der Gräben zu verdeutlichen, wurden unterschiedliche Saatmischungen ausgebracht. Auch wenn sich die Artenzusammensetzung inzwischen verändert hat, lässt sich der Grabenverlauf zwischen Mai und Juli bis heute an den Bewuchsunterschieden ablesen. Auf dem Burgberg Zschaitz ist es erstmals im Freistaat Sachsen gelungen, den gemeinsamen Anliegen von Natur- und Denkmalschutz durch eine Ökokontomaßnahme Rechnung zu tragen.

Michael Strobel

Image Source C. Schubert, Foto ©LfA 2015.

Literature

Volker Bromme/Frank Ende/Hans.-Jürgen Hardtke/Andreas Kinne/Siegfried Slobboda/Michael Strobel/Burkart Ullrich/Richard Vogt/Thomas Westphalen/Christian Winkler, Der Burgberg Zschaitz in der Lommatzscher Pflege – Landschaft, Natur und Archäologie. Archaeonaut 9 (Dresden 2010).
Steffi Bens/Andreas Kinne/Agnieszka Olkusznik/Harald Schulze/Michael Strobel/Burkhart Ullrich/Richard Vogt/Jörg Voss/Pia Weißenberg/Thomas Westphalen, Zukunft für ein bedeutendes archäologisches Kulturdenkmal – der Burgberg Zschaitz. In: Regina Smolnik (Hrsg.), Ausgrabungen in Sachsen 3. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege Beiheft 24 (Dresden 2012) 100–108.
Hans-Jürgen Hardtke/Sarah Jacob/Karl Mannsfeld/Haik Thomas Porada/Michael Strobel/André Thieme/Thomas Westphalen (Hrsg.), Zwischen Lommatzsch und Wilsdruff. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme. Landschaften in Deutschland 83 (Köln 2022).

Note on monument protection

Archaeological monuments are protected by the Saxon Monument Protection Act. A permit under monument law is required for ground interventions or construction measures.

Permalink

Citation

Michael Strobel, Burgberg Zschaitz. In: Landesamt für Archäologie Sachsen, Website archaeo | SN (10.09.2024). https://archaeo-sn.de/en/ort/burgberg-zschaitz/ (Stand: 23.08.2026)

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